So kommt Ihr Unternehmen von aufgesetzter Imagebildung zu echter innerer Stahlkraft.

Um gute Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten, überschlagen sich Unternehmen heutzutage, um attraktive Arbeitgeber zu sein. Von Employer Branding, emotionalen Führungs- und Kommunikationstechniken über enorme materielle Anreize – Unternehmer scheuen keine Kosten und Mühen, um (potenzielle) Mitarbeiter zu verführen.

Dennoch klagen Geschäftsführer und Personaler nach wie vor über zu wenig gutes Personal. Da drängt sich die Frage auf:

Warum funktionieren die Methoden wie Employer Branding, in der Praxis nicht, wie versprochen?

Eine schnelle Entschuldigung bietet hier der gute alte Fachkräftemangel: Es sind einfach nicht genug Mitarbeiter da. Wenn Sie sich die Situation aus einem anderen Blickwinkel anschauen stellen Sie fest: Es gibt in Deutschland so viele Arbeitskräfte wie nie zuvor. Deshalb wäre eine bessere Frage: „Warum arbeiten die nicht bei mir?“ 

Die meisten Massnahmen des Employer Branding zielen sicherlich schon darauf ab, Mitarbeiter ins Unternehmen zu locken. Die Besonderheit des Unternehmens nach aussen zu präsentieren ist gut gedacht, doch leider oft schlecht gemacht: In der Praxis finden wir vor allem Einheitsbrei aus den gleichen Buzzerwords in Stellenanzeigen, die eher langweilen, als begeistern. Auch ist bemerkenswert, dass die „Besonderheit“ fast aller Unternehmen die Gleiche ist:

  • „Wir sind jung und innovativ“
  • „Wir sind verantwortungsbewusst“
  • „Wir sind auf Wachstumskurs“
  • „Uns liegt der Mitarbeiter am Herzen“

Es erscheint ziemlich kurios, das Unternehmen für das Employer Branding solche abgenutzten Slogans benutzen, um ihre Einzigartigkeit am Markt zu präsentieren. Selbst wenn der Slogan in einer besonders schönen Schriftart geschrieben ist, wird das kaum vom ebenfalls innovativen, verantwortungsbewussten Wettbewerber unterscheiden.

Gibt es wirklich eine Alternative zur aufgesetzten Imagebildung?

Natürlich wäre es für viele Unternehmen noch weit schlimmer, die Wahrheit zu kommunizieren.

„Wir arbeiten lang und hart, um möglichst viel Geld zu verdienen“ trifft oftmals den Kern, kommt auf der Website aber selten gut an.

Damit bleiben nur zwei Möglichkeiten, um Ihr Unternehmen attraktiv zu präsentieren und dabei ehrlich zu bleiben:

1. Im Unternehmen werden die „Slogans“ tatsächlich gelebt.

Das ist die Notlösung für Unternehmen, die Sinn und Einzigartigkeit noch nicht gefunden haben.

So gut wie möglich tut das Unternehmen das, was es kommuniziert:

  • die „Jungen und Innovativen“ arbeiten mit den neuesten Techniken und Tools.
  • die „Verantwortungsbewussten“ fördern soziale Projekte.
  • die „auf Wachstumskurs“ eröffnen immer mal neue Niederlassungen. 
  • die „Mitarbeiterorientierten“ bieten Einzelgespräche, Teamevents und ergonomische Arbeitsplätze.

Selbst wenn die jeweilige Ausrichtung nur ausgewählt wurde, weil sie in der Gesellschaft oder Zielgruppe beliebt ist: Das tatsächliche Umsetzen der Standard-Masche ist allemal besser, als die üblichen leeren Worthülsen und Versprechen aus der Employer Branding Strategie.

Denn, auch wenn die Mitarbeiter im Unternehmen bis zum Burnout schuften: Mit ein paar sozialen Projekten ist das Wort „verantwortungsbewusst“ zumindest keine Lüge mehr.

Natürlich spricht ein Unternehmen darüber, wenn es etwas Gutes tut!

Aber die Identität hinter Verantwortungsbewusstsein zu verstecken, wirkt einfach nur aufgesetzt. Das führt schnell zu EntTÄUSCHUNGEN, wenn Menschen das Unternehmen näher kennenlernen. Dann wirkt diese Strategie, langfristig gesehen, eher schädigend in der Imagebildung. 

Damit kommen wir zur anderen Möglichkeit:

2. Das Unternehmen entwickelt echte Strahlkraft von innen heraus und nutzt positive Sogwirkung, um Mitarbeiter anzuziehen

Will Ihr Unternehmen eine so positive Ausstrahlung erreichen, dass auf Kunden und Bewerber eine ganz natürliche Sogkraft entsteht, dann muss es nach innen und aussen integer sein, seine Einzigartigkeit erkennen und seinen Sinn leben. 

Veränderung beginnt immer bei der Geschäftsleitung selbst!

Zunächst geht darum, (wieder) zu entdecken, welchen Sinn und Nutzen Sie Ihren Kunden bringen und welchen Auftrag Ihr Unternehmen in der Gesellschaft erfüllt. 

Folgende Fragen können Ihnen dabei helfen:

  • Was war die Ursprungsidee, der Gründergeist des Unternehmens? Lebt er noch? Hat er sich verändert?
  • Welchen Nutzen bringen Sie Ihren Kunden (mit Ihrem Kerngeschäft) tatsächlich?
  • Warum sind Sie und Ihr Unternehmen wichtig und sinnvoll? Was macht Sie unverzichtbar für die Gesellschaft?
  • Was können Sie besser als andere? 
  • Was kann Ihr Unternehmen besser als andere?
  • Was macht Ihr Unternehmen einzigartig und aussergewöhnlich?
  • Welche Vision verfolgen Sie ganz persönlich mit dem Unternehmen?
  • Was begeistert Sie an Ihrem Job, Ihrer Firma, Ihren Leistungen?

Keine Sorge, wenn Sie nicht sofort auf alle Fragen eine Antwort finden. Auch wenn Ihnen zuerst wieder die oberflächlichen Standardsätze oder Wunschbilder einfallen, das ist völlig normal. Schließlich werden wir von Kindheit an darauf getrimmt, dem Ideal der Gesellschaft möglichst nahe zu kommen, anstatt unsere Individualität zu schätzen und zu leben. 

Selbsterkenntnis ist die Grundvoraussetzung für Veränderung!

Sich mit diesen Themen wirklich ehrlich und in der Tiefe zu beschäftigen, braucht manchmal Zeit und tut vielleicht auch weh. Denn wenn Sie einen Ist-Zustand ohne die „rosarote Brille“ betrachten, ist er vielleicht nicht so, wie Sie ihn gerne hätten. Deshalb tun es die wenigsten Menschen und noch weniger Unternehmer. 

Das bietet Ihnen einen enormen Vorteil: Erkennen Sie sich und Ihr Unternehmen so, wie es tatsächlich ist, können Sie wirklich etwas verändern. Sie können den Einheitsbrei endlich hinter sich lassen und die Einzigartigkeit Ihres Unternehmens entdecken und leben. 

Dann können Sie mit einer kraftvollen Vision und authentischen Ausrichtung in den Markt strahlen und die Menschen anziehen, die bei Ihnen wirklich richtig sind. Seien es Mitarbeiter, Kunden oder Lieferanten.

Der Weg von der Selbsterkenntnis zur Imagebildung:

  1. Sie selbst werden sich bewusst über Sich, Ihr Unternehmen, Ihre Vision, Ihren Sinn….
  2. Sie begeistern und integrieren Ihre Mitarbeiter.
  3. Sie und Ihre Mitarbeiter beschließen gemeinsam, wie sie Ihr Unternehmen authentisch und integer nach aussen darstellen können. Um ihre Einzigartigkeit, Ihren Sinn, Auftrag und Ihre Unternehmenskultur voller Begeisterung so zu zeigen, wie sie tatsächlich ist. Dann entsteht auch ihr Employer Branding ganz natürlich und wirkt wesentlich kraftvoller.

Ganz einfach oder?

Nein, natürlich nicht. Denn

Die innerliche Kapitulation vieler Führungskräfte erfolgt oft schon beim Integrieren und Begeistern der Mitarbeiter.

Wer hat sich nicht schon bemüht, die Mitarbeiter zu motivieren oder von einer Idee zu begeistern? Häufig beißen Führungskräfte dabei, trotz aller erlernten Führungstechniken und -methoden, auf Granit. Von verständnislosen Gesichtern bis hin zu Gemecker, das diese „Späßchen“ nur von der Arbeit abhalten, kommt so ziemlich alles vor. Warum Führungstechniken häufig versagen erfahren Sie in unserem nächsten Blogartikel.

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